Jade-Markt

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Unseren letzten Tag in Hong Kong haben wir langsam angehen lassen. Zum Frühstück schüttete es draußen wie aus Kübeln, was dazu führte, dass wir erst noch einmal etwas rumgetüdelt haben, bis wir so gegen 11 Uhr aufgebrochen sind.

Zunächst haben wir auf Kowloon-Seite den bislang noch nicht besichtigten Jade-Markt heimgesucht, ein typischer Markt, wie man ihn wohl in ziemlich vielen asiatischen Großstädten findet – aber sehr nett zum Darüberschlendern und um ein wenig von der Atmosphäre zu tanken.

Die örtliche MTR (Mass Transit Railway=U-Bahn, funktioniert wie in London mit Oyster-Cards, die hier aber Octopus heißen) brachte uns nach Central, wo wir noch einmal das Gewusel zur Mittagszeit bestaunt haben.

Normaler Fußgängerüberweg an einer normalen Straße in Hong Kong an einem normalen Arbeitstag

Normaler Fußgängerüberweg an einer normalen Straße in Hong Kong an einem normalen Arbeitstag

Der eigentliche Grund aber war (natürlich) das Essen, denn in den Tagen bisher hatten wir es noch nicht geschafft, uns einmal in aller Ruhe dem Yum cha hinzugeben, also dem ausführlichen Genuss von Dim Sum und viel Yasmintee. Lokal der Wahl war das Luk Yu Tea House – einer der Klassiker auf Hong Kong Island: offenbar sehr traditionsbewusst – vielleicht auch etwas blasiert – aber mit einem wirklichen “Ruf” (no website – was ja auch sch0n etwas heißen will).

Das Personal im Luk Yu dürfte altersmäßig den Beginn der englischen Besetzung  noch mitbekommen haben, aber die vielbeschriebene Ruppigkeit haben wir nicht feststellen können – da sind Frankfurter Äppelwein-Kneipen ein anderes Kaliber :) . Der Charme dieses Teehauses liegt sicher einerseits im gediegenen Ambiente (alle Kellner im Livree, dunkle Holzpanele, alte Lampen und Ventilatoren), zum anderen aber natürlich in der Qualität des Essens. Wir bekamen einen Bestellblock mit chinesischen Schriftzeichen, eine Fotokarte ohne Preise und einen billig kopierten Bogen, auf dem wir unsere Wünsche ankreuzen mussten – und los ging’s:

Aus allem zusammen haben wir dann einigermaßen gewusst, was wir wollten: Bestellprozess im Luk Yu

Aus allem zusammen haben wir dann einigermaßen gewusst, was wir wollten: Bestellprozess im Luk Yu

Wir haben natürlich die Karte einmal quer bestellt...

Wir haben natürlich die Karte einmal quer bestellt...

...reinbeißen...

...reinbeißen...

...Lecker!

...Lecker!

Und nachher ein zufriedenes Paar fotografiert vom freundlichen älteren Herrn im Livree
Und nachher ein zufriedenes Paar fotografiert vom freundlichen älteren Herrn im Livree

Danach war Verdauung angesagt – wir haben es mit den sprichwörtlichen “tausende Schritten” versucht und sind ein weiteres Mal durch Hong Kong Island gestapft. Dieses Mal haben wir die Mid-Level-Escalators bis fast zur Endstation genutzt, sind dann zurück bis zum Hong Kong Park gelaufen, in dem man wirklich erstaunt ist über die tropische Vegetation inmitten dieser Millionenmetropole.

Blick aus dem wortwörtlichen Großstadt-Dschungel

Blick aus dem wortwörtlichen Großstadt-Dschungel

Nach einem kurzen Abstecher zum Hong Kong Exhibition Center, der wie eine überdimensionale Muschel vor der Insel liegt, haben wir dann noch einmal die Tram auf den Hong Kong Peak genommen…

Als kleiner Eindruck: So sehen 27° Steigung aus - und anfühlen tun sie sich sehr interessant

Als kleiner Eindruck: So sehen 27° Steigung aus - und anfühlen tun sie sich sehr interessant

… und oben in aller Ruhe der Stadt dabei zugesehen, wie sie das Licht anschaltet.

Postkartenmotiv? Sicher auch, aber auf jeden Fall eine der beeindruckendsten Skylines der Welt.

Postkartenmotiv? Sicher auch, aber auf jeden Fall eine der beeindruckendsten Skylines der Welt.

Das war Hong Kong:

  • Hat es Spaß gemacht? Jawoll!
  • Haben wir alles gesehen? Nö.
  • Ist das schlimm? Kein bisschen, denn vielleicht haben wir Euch ja auch Appetit auf diese brodelnde Stadt gemacht und wir lesen das Versäumte von einem der nächsten Besucher.

See you in Kyoto.

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