Heimweg II – Back in Bembeltown

Die Heimat hat uns wieder… und obwohl wir uns durch den Sonntag quälten, hat uns der Jetlag dann doch erwischt. Aber vielleicht ist es ja keine schlechte Art des Nach-Hause-Kommens, sich die schlafende Stadt um 4 Uhr Nachts anzuschauen. (@Rudi: Vielleicht sollten wir auch Tomaten sortieren – ist das wie “Schäfchen-zählen” und wird man davon müde??)

Frankfurt, 4 a.m.: the city sleeps - wir nicht.

Frankfurt, 4 a.m.: the city sleeps - wir nicht.

Der Stop-over in Los Angeles hatte noch einmal viel Spaß gemacht und als wir am Samstag Mittag dann in den Flieger stiegen, war da zum ersten Mal seit 8 Wochen keine Spannung, was uns am Ziel erwarten würde, sondern einfach die Freude, nach Hause zu kommen.

Der Flug war kurzweilig und für die Foodies wollen wir natürlich nicht verpassen, die Menufolge noch einmal nachzuzeichnen. Offenbar war das Gejammer über die wenig ansprechende Darbietung des Essens beim letzten Mal angekommen, denn das Essen von Jacques Sorci (Restaurant “2 West” im Ritz Carlton Battery Park, New York) kam deutlich “augenschmackhafter” daher.

Wir starteten mit mariniertem Lachs, gehobeltem Fenchel, Gurke und Joghurt mit Minze…

Rückflug Vorspeise

um im Hauptgang einen gebratenen Seesaibling mit roten Balsamico-Zwiebeln, neuen Kartoffeln, dicken Bohnen und Meerrettichsauce zu genießen.

Rückflug Hauptgang

Als Nachtisch gabe es Madeleines mit Erdbeeren und Schlagsahne…

...aber die hatten leider schon das Zeitliche gesegnet, bevor die Kamera scharf gestellt hatte :)

...aber die hatten leider schon das Zeitliche gesegnet, bevor die Kamera scharf gestellt hatte :)

Der Rückflug war natürlich auch der Abschied von acht Wochen “on the beaten track”, die wir sehr genossen haben. Wir verließen Frankfurt am 15. Juni in östlicher Richtung und landeten gestern aus Westen kommend. Dazwischen liegt die Welt und dazwischen liegen wundervolle Erfahrungen, die wir machen durften, und die uns in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten sicher immer wieder beschäftigen werden.

Könnten wir ein Ranking für die Plätze machen, die wir gesehen haben? Ja und Nein. Denn letztlich waren es doch gerade die Differenzen und Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Stationen, die den Reiz unserer Reise ausgemacht haben: So können wir nicht an Japan denken, ohne nicht das chaotische Hong Kong vorher und das fast menschenleere (und eiskalte) Outback im Anschluss mit zu erinnern. Der Grand Canyon ist immer auch verbunden mit dem Blick in die Blue Mountains und wenn wir über Brücken sprechen, werden wir wohl von nun an den Blick von der Harbour Bridge auf das Opernhaus in Sydney im Kopf haben und die Nebelbänke um die Golden Gate. Macau und Las Vegas ließen uns taumelnd zurück, die schroffen Klippen der Coromandel fanden wir in Big Sur wieder und beim Blick auf die Urwaldriesen in Tortuguero erinnerten wir uns an die Kauri-Titanen im Waipoua-Forrest. Wir nutzten fast alle zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel (außer Luftschiffen und U-Booten) und  ”erfuhren” und “erliefen” uns unsere Ziele.

Wir haben uns um die Welt gegessen und damit neben den Bildern im Kopf auch ein “Olfaktorium” der wunderbaren Städte eingesogen, in denen wir waren, und eine Reise des Geschmacks erlebt.

Und wir haben in Euch allen großartige Begleiter auf unseren Wegen gehabt. Es hat uns Freude gemacht, Eure Kommentare und damit Eure Teilnahme an den “Abenteuern auf ausgetretenen Pfaden” zu lesen. Vielen Dank dafür.

Nichts von alledem lässt uns unberührt zurück.

1 comment

  1. Christian’s avatar

    Welcome back Melissa & Sebastian!

    Für mich/uns als Blog-Leser endet hiermit auch eine spannende, leider nur passiv erlebte Reise unglaublichen Ausmaßes. Ist sicher life-changing, was Ihr hier erlebt habt. Bin gespannt auf Eure Erzählungen und Anekdoten am nächsten Wochenende.
    Sind eigentlich Eure Messer wohlbehalten in der Post angekommen?
    Bin neugierig, wie schön ausbalanciert sie sein werden und welche feinen Zutaten sie schneiden in Eurer ambitionierten Privatküche?
    Nun geht es ja wieder ans E-Gitarre-Üben – habe auf youtube auch schon die BadBankBand begutachtet – Respekt, Herr Leadsänger!
    Melissa, hast Du nun schon alle Tess G. gelesen oder gibt es noch Lücken?

    Liebe Grüße, Christian & Anke mit Anne-Catherine

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