Costa Rica X – Regen in der Karibik

Wie angekündigt: Die nächsten Blogs werden etwas weniger inhaltsschwer, weil wir hier im Le Cameleon ein bisschen abhängen und entspannen.

Wir begannen den Tag mit einem kleinen aber feinen Frühstück im hiesigen Restaurant mit Blick in den wundervollen Garten des Hotels, das übrigens das einzige 5-Sterne-Haus an der kompletten Karibikküste Costa Ricas ist. Anlass genug, dass Staatspräsident Sanchez das Haus im vergangenen Jahr persönlich eröffnete. Im Gespräch erfuhren wir, dass es einige Widerstände gegen den Bau gegeben habe – vornehmlich aus den Reihen der “Alteingesessenen”, was hier im Wesentlichen hängengebliebene Surfer und Hippies sind. Gefürchtet ist, wie immer, der böse Massentourismus, der allerdings mit Häusern, die nur 23 Zimmer haben, wohl kaum hier einfallen wird… aber, wie überall, gefallen Veränderugen eben manchmal grundsätzlich nicht.

Auch hier isst das Auge mit: Aussicht von unserem Frühstückstisch

Auch hier isst das Auge mit: Aussicht von unserem Frühstückstisch

Danach machten wir uns auf den “langen” Fußweg ans Meer (=2 Minuten), um einen ersten Blick auf die Karibik in dieser Ecke zu nehmen. Offenbar begleitet uns der Regen seit Neuseeland beständig, denn aktuell sind hier noch die Schlussausläufer der Regenzeit zu merken, was sich insbesondere an sintflutartigen Güssen gegen Abend zeigt, aber auch am Tag schon mal zu seltsamen Bildern führen kann:

So stellt man sich die Karibik irgendwie nicht vor: Mit regenschirm an der Playa de Colones

So stellt man sich die Karibik irgendwie nicht vor: Mit regenschirm an der Playa de Cocles

Wir nutzten den Regen und unser Auto, um zunächst bis nach Manzanillo zu fahren, das von unserem Hotel knapp 10 Kilometer entfernt liegt und eine wunderbare Bucht bietet. Die Strecke dahin ist als befestigte Straße geführt, doch die aktuelle Regenzeit hat ihr möglichstes getan, um Schlaglöcher auszuwaschen, deren Abbruchkante auch dem Grand Canyon zur Ehre gereichen würde. Wir sind froh, dass wir einen kleinen 4WD-Geländewagen haben – anders kommt man aus diesen Löchern nicht mehr hinaus. Und so braucht man für die 10 Kilometer dann doch fast eine halbe Stunde.

In die andere Richtung liegt Punta Viejo etwa genausoweit entfernt und auch dahin fuhren wir dann noch einmal, um festzustellen, dass es eigentlich nichts zu sehen gibt. Statt dessen war dann doch ein ausgedehnterer Strandaufenthalt angesagt und weil der Himmel ein Einsehen hatte, bekamen wir noch etwas Sonne ab.

So wird schon eher ein Schuh draus: Karibikstrand bei Punta Viejo

So wird schon eher ein Schuh draus: Karibikstrand bei Punta Viejo

So ging der Tag an Strand und Pool herum und heute abend haben wir das angabegemäß “beste Seafood-Restaurant südlich von Limon” angesteuert, das Maxi’s in Manzanillo – eine Website dafür wird man nicht finden, denn der Laden ist eine Strandbude. Aber was da serviert wird, kann sich sehen lassen. Das Maxi’s beschäftigt eigene Fischer, die die Zutaten tagfrisch aus der fischreichen Karibik fangen. Wir aßen einen Red Snapper und einen Lobster, die jeweils Caribean Style zubereitet waren:

Gegrillter Red Snapper mit Gallo Pinto, frittierten Patacones und geschmorten Zwiebeln, Paprika und Knoblauch

Gegrillter Red Snapper mit Gallo Pinto, frittierten Patacones und geschmorten Zwiebeln, Paprika und Knoblauch

Gerillter Lobster mit der gleichen Beilage

Gerillter Lobster mit der gleichen Beilage

Beide Meerebewohner waren perfekt zubereitet, wobei der Snapper noch eine Spur besser schmeckte – und beide Gerichte kamen in einem Umfang daher, dass keine Wünsche offenblieben.

Entspannung kann sehr gut schmecken…

1 comment

  1. Christian’s avatar

    Hi nach Costa Rica,

    der heutige Eintrag gefällt mir sehr gut – auch wenn der Autor ihn schon ex ante als nicht “inhaltsschwer” versucht zu degradieren …

    …endlich könnt Ihr auch mal relaxen, chillen und einfach Urlaub machen – das mit dem Regen wird sich noch geben – wie sind denn die aktuellen Temparaturen (Luft tags/nachts und Wasser)?
    @Blog Costa Rica IX: Gut wenn der Oldtimer-Pool gefallen findet – wir waren ja die letzten beiden Tage mit dem Speedster unterwegs – sind infiziert!
    Haben im Badischen auch sehr gut gespeist, zum lunch auf Obelix’ Spuren: Pfifferlingsüppchen, gefolgt von Salätle mit Rinderfiletstreifen für Anke und Wildschweinfilet mit genialer Trauben-Walnuß-Juis und handgeschabten Spätzle für mich …

    Am Abend mit unseren professionellen Kochfreunden fanden wir sehr schönen Atlantic Heilbutt und als Hauptgang ein unübertroffenes heißgeräuchertes Rinderfilet (medium rare) mit ultimativ einreduzierter Rotwein-Sauce begleitet von Schupfnudeln – also Ihr könnt bedenkenlos zurück nach Deutschland kommen, denn es gibt leckere Speisen auch in heimischen Gefilden …, aber das wißt Ihr ja bestens, auch in Euren vier Wänden…

    Euer Hotel mutet gemütlich an – sicher müßt Ihr hier auch keine nächtlichen Kämpfe mit irgendwelchem Krabbelgetier führen!

    Macht Euch noch eine schöne Zeit und nutzt die beinahe Privatstrand-Atmosphere zu Eurem Vergnügen! Bei Regen seid Ihr sicher ungestört …

    Grüße, Christian & Anke mit Anne-Catherine

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