Hong Kong II – von Eidechsen und Tonköpfen…

Heute hatten wir den ersten vollen Tag in Hong Kong.

Zunächst gibt es von gestern Abend aber noch nachzutragen, dass der Night Market in der Temple Street für Westeners gewöhnungsbedürftig ist. Neben dem üblichen Nippes (Watches, T-Shirts, Eletronics, Schirme und (!)echter(!) Tiffany’s-Schmuck) gibt es hier Wunderheiler, Wahrsager, Opernsänger und (natürlich) jede Menge zu essen. Letzteres war sehr schmackhaft, den Rest haben wir nur begrenzt ausprobiert (kein Bedarf an Wunderheilungen oder Vorhersagen und nur begrenztes kulturelles Verständnis für Hong Kong Karaoke).

Yummy! Lecker Fischsüppchen auf dem Nachtmarkt

Yummy! Lecker Fischsüppchen auf dem Nachtmarkt

Heute morgen dann also Start frei für die große Touri-Runde durch Hong Kong Island. Auftakt war die unvermeidliche Überfahrt mit der Star Ferry, danach sind wir der Devise gefolgt, dass man eine Stadt nur wirklich kennenlernt, wenn man sich einmal Blasen an den Füßen geholt hat. Unsere ca. 10 Kilometer lesen sich auf dem Plan eigentlich ganz überschaubar:

Sieht auf dem Papier weniger aus und zieht sich ganz schön bei 35°C: Rundweg in Hong Kong

Sieht auf dem Papier weniger aus und zieht sich ganz schön bei 35°C: Rundweg in Hong Kong

Von der Fähre aus gleich nach rechts ab zur Dried Seafood Street (und seid froh, dass es kein Geruchsinternet gibt!!), zum Heilkräutergässchen (das getrocknete Vogelnest haben wir noch nicht probiert – kann aber noch kommen) und zum Western Market (kann man sich komplett schenken, es sei denn, man steht auf Kitschi aus der Heimat).

Nicht sicher, ob das als Würze oder Heilmittel durchgeht: Gekreuzigte Eidechsen in der Wing Lok Street

Nicht sicher, ob das als Würze oder Heilmittel durchgeht: Gekreuzigte Eidechsen in der Wing Lok Street

Danach uphill in die Hollywood Road, in der man chinesische Antiquitäten erstehen kann und weiter zu einem kleinen Straßenmarkt, in der Antiquarisches der anderen Art verkauft wird:

Kulturrevolution oder doch nur Marktwirtschaft: Mao und seine Freunde werden hier günstig angeboten

Kulturrevolution oder doch nur Marktwirtschaft? Mao und seine Freunde werden hier günstig angeboten

Der kurze Zwischenstopp mit einem Kaffee gegenüber des ältesten (noch stehenden!!) Tempels in Hong Kong war notwendig! Danach weiter zu den Mid-Level Escalators, die die Geschäftswelt down-town mit den Wohngebieten mid-town verbinden. Interessant ist, dass die Rolltreppen morgens nur nach unten rollen und man als Touri besser erst nach 10 Uhr ankommt, weil dann die Rush hour durch ist.

Vorbei an weiteren Marktständen im Schatten der Türme haben wir uns dann offenbar in’s “erste Haus am Platz” verirrt – jedenfalls das mit der besten Gans in ganz Hong Kong (Yung Kee) – also genau der richtige Platz für zwei Vegetarier :o

Frisch gestärkt haben wir uns dann an die abenteuerliche Fahrt mit der Peak Tram gewagt, dem Cable Car, das von der Innenstadt bis auf 340 Meter fährt und zwar mit einer gefühlten Neigung von mindestens 45°. Zur Beruhigung: Es ist ein Schweizer Fabrikat… da versteht man wenigstens den Notruf…

Der fantastische Blick lohnt alle Mühen und auch das Vergnügen der Peak Tram

Der fantastische Blick lohnt alle Mühen und auch das Vergnügen der Peak Tram

Angesichts des bislang gesehenen waren wir dann aber doch etwas ermattet und haben einen Zwischenstop im Hotel eingelegt, damit wir heute Abend die “Symphony of the Stars” anschauen konnten, die allabentliche Light Show, die an den Hochhäusern von Hong Kong Island inszeniert wird. Das war nett, aber ich will nicht protzig klingen, wenn ich sage, dass eine beliebige Kleinstand in Deutschland das zur Vorweihnachtszeit deutlich voluminöser hingekäme… aber die Skyline selbst reißt es dann doch wieder mehr als raus.

Castrop Rauxel zur Vorweihnachtszeit oder doch Hong Kong???

Castrop Rauxel zur Vorweihnachtszeit oder doch Hong Kong???

Und nachdem wir das alles angeschaut hatten, stellt sich natürlich die Frage: Was machen wir denn Morgen und Übermorgen noch? Aber wir werden uns etwas einfallen lassen.

An dieser Stelle mal ein kleines Dankeschön! Für all die Kommentare, die bislang eingegangen sind und an alle, die so regen Anteil an unserer Reise nehmen. Das freut uns und es macht viel Spaß, Eure Beiträge zu lesen. Gerne weiter so!

Melissa und Sebastian

Tags: , , , , , , , , ,

2 comments

  1. Karsten’s avatar

    Bin ich der einzige, der den Namen “junkie” – ähh, Jung Kee komisch findet? :-) Und was habt Ihr da gegessen? Fischsuppe?

  2. Reinhold und Nicole’s avatar

    Ich lese Eure Beiträge immer in der Frühstückspause und bin daher doppelt dankbar für das fehlende Geruchsinternet! Habt Ihr eigentlich genug Kohlekompretten in der Reiseapotheke? Bei den Bildern vom Essen bekomme ich schon vom Zugucken so ein komisches Gefühl…

Comments are now closed.