4. A 380

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Viele Grüße aus Down Under, wo wir in der Zwischenzeit angekommen sind.

Hier wird kein Kalauer ausgelassen! Schließlich stehen wir ja jetzt auf dem Kopf...

Hier wird kein Kalauer ausgelassen! Schließlich stehen wir ja jetzt auf dem Kopf...

Diese und die kommende Station in Neuseeland sind die am weitesten entfernt liegenden Reiseziele auf unserem Trip – und danach geht es eigentlich schon wieder Richtung Heimat.

 Doch der Reihe nach, denn hinter uns liegen knapp 24 Stunden Anreise, die auch aufgearbeitet sein wollen. Für die nächsten Zeilen gilt: Achtung, Yuppie-Alarm – dafür also im Voraus schon einmal die Bitte um Verständnis…

Wir checkten am 1. Juli in Tokyo Narita in unseren Singapore Airlines-Flug zunächst nach Singapore und dann weiter nach Sydney ein. Die „dicke Berta“, unser Airbus A 380, stand zum Boarden bereit und wir begaben uns auf’s „Upper Deck“, wo wir unsere Sitze vorfinden sollten. 

Der ist so groß, dass er hinter Gitter muss - der "Überjumbo"

Der ist so groß, dass er hinter Gitter muss - der "Überjumbo"

Reisen auf dem Sonnendeck...

Reisen auf dem Sonnendeck...

Aber was für Sitze das waren! Singapore Airlines macht damit Werbung, dass sie den größten Sitz in der Business Class zu bieten hätten – nicht zu viel versprochen: Die Sitze waren so breit, dass wir beide nebeneinander in einem Sessel Platz fanden. 

Kann selbst Sebastian nicht alleine ausfüllen: Business Class-Sitze der Singapore Airline

Kann selbst Sebastian nicht alleine ausfüllen: Business Class-Sitze der Singapore Airline

Der Clou: Mit Umlegen der Sitzlehne entsteht ein komplett ebenes Bett, auf dem ein Mensch bis zu 1 Meter 85 ziemlich bequem die Nacht verbringen kann. Das sollte auf dem zweiten Teil der Strecke (Singapore – Sydney) dann auch wirklich hilfreich sein.

 

Entspannter ankommen - ausgeschlafen nach einer Nacht im Bett über den Wolken.

Entspannter ankommen - ausgeschlafen nach einer Nacht im Bett über den Wolken.

Auf der ersten Runde unterhielten wir uns einen Augenblick mit dem Purser und ließen uns über den A 380 aufklären. Das gipfelte darin, dass wir nach der Landung in Singapore von ihm und noch einem Kollegen durch die Suites der ersten Klasse geführt wurden. Voller Stolz zeigten uns die beiden, wie sich in den Abteilen – es sind wirklich Einzelkabinen in der First – die Betten machen lassen und welche Gimmicks es sonst noch gibt („No pictures, please!“). Ganz wichtig: Die Kabinen sind nach oben offen – und bei Emirates, die den 380 auf fliegen, sei über den Kabinen eine Überwachungskamera angebracht. „So, with Singapore you have a lot more privacy than with any other airline in the world…” – Alles Marketing, oder was??

 Kulinarisch kamen wir auch nicht zu kurz. Zwei Beispiele:

Hanagayomi-Auswahl: Ein Hauptgericht zwischen Tokyo und Singapore

Hanagayomi-Auswahl: Ein Hauptgericht zwischen Tokyo und Singapore

Singapore Laksa - eine Hauptspeise zwischen Singapore und Sydney

Singapore Laksa - eine Hauptspeise zwischen Singapore und Sydney

Und die Getränke?

Champagner zwischen Tokyo und Singapore...

Champagner zwischen Tokyo und Singapore...

...in der Lounge in Singapore...

...in der Lounge in Singapore...

...in der Lounge in Singapore (wir hatten etwas Aufenthalt)...

...in der Lounge in Singapore (wir hatten etwas Aufenthalt)...

...und von Singapore nach Sydney.

...und von Singapore nach Sydney.

In Sydney angekommen, hatten wir gleich einen Weiterflug an den Ayers Rock gebucht, den wir heute gegen frühen Nachmittag erreichten. Um den Rock bzw. den Naturpark, der den Uluru, wie der Felsen bei den Abourigines heißt, und die Felsformation Kata Tjuta, die auch „the Olgas“ genannt wird, umgibt, hat sich ein Resort mit verschiedenen Hotelkategorien angesiedelt: Das Ayers Rock Resort, in dessen „Lost Camel Hotel“ wir uns ein Zimmer genommen haben.

Den Sunset haben wir uns ganz klassisch am Ayers Rock selbst angesehen und dabei das Spektakel der Rottöne bewundert, in die die untergehende Sonne diesen Monolithen taucht. Es ist, als würde der Felsen von innen heraus selbst leuchten, denn sogar die Reflektionen der bereits untergegangenen Sonne in ein paar Wolkenschleiern am Himmel ließen Uluru noch einmal erglühen – faszinierend!

Nur eine Momentaufnahme im Lichterspiel des Sonnenuntergangs

Nur eine Momentaufnahme im Lichterspiel des Sonnenuntergangs

 Ein kurzes Zwischenfazit:

Der Trip von Tokyo an den Ayers Rock bzw. nach Australien war vermutlich der größte Schritt auf unserer Reise. Wir haben uns aus einem Land mit einer so umfassend kodifizierten, abstrahierten und auch „kultivierten“ Kultur verabschiedet und sind in einem Land angekommen, bei dem uns zunächst einmal die Natur die Hauptattraktion zu sein scheint und dessen dominierende Kultur ja eigentlich der Mischimport der verschiedenen europäischen Einwanderergruppen ist, die hier im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte angekommen sind. Man mag einwenden, es gäbe mit den Abourigines-Mythen, -Riten und der –Kunst sehr wohl eine originär australische Kultur – aber hat diese hier wirklich die „Leitkultur“ durchdrungen?

Wir haben es nach der kurzen Zeit, die wir hier sind, noch nicht feststellen können, aber wir sind unglaublich gespannt, was uns Australien alles über sich erzählen wird. Die Natur, ihre Farben und das unglaubliche Licht hier haben jedenfalls schon eine aufregende Einleitung vorgelegt.

Willkommen in Down Under!

Willkommen in Down Under!

Noch ein kurzer Eintrag am Flughafen. Wir sitzen nun hier und warten darauf, mit dem größten Flugzeug der Welt zu fliegen. Und obwohl das sicher sehr lustig werden wird, sind wir doch traurig, dass damit Japan erst einmal hinter uns liegt.

Wir haben ein unglaublich spannendes, kulturreiches, kulinarisch inspirierndes und lebendiges Land erlebt mit freundlichen, höflichen und auch sehr lustigen Menschen, mit denen man trotz aller Sprachbarrieren (wir können kein Japanisch und viele Japaner können zwar einigermaßen englisch, trauen sich aber nicht, es anzuwenden) wunderbar zurecht kommen kann.

Die vergangenen 12 Tage haben uns viel gegeben und sie haben die Tür in eine neue Kultur zumindest einen Spaltweit aufgemacht. Wir werden sicher wiederkommen und die ersten Eindrücke noch einmal vertiefen. Und bis dahin werden wir sie im Geist behalten und wirken lassen.

Domo arigato gozeimasu! Sayonara!

And looking forward to down under – oder, wie es eine Weile in der Imagewerbung Australiens hieß: “So, where the bloody hell are you?!?”